Peter Giessegi
geboren 25.12.1920
gestorben 7.11. 1974
Ausstellungsbeteiligungen
u.a. in Augsburg, München, Bamberg, Nürnberg, Kulmbach, Forchheim und Erlangen
Künstlerischer Werdegang
Als Sohn deutscher Siedler in der Batschka ( heute Woiwodina, Serbien) aufgewachsen, besuchte er die serbische Grundschule, in der das zeichnerische Talent erkannt wurde. Als Mittelschüler in Sombor konnte er sich erstmals mit den Werken der Kunstgeschichte befassen. Seine erste Ausbildung als Kirchenmaler in Stuttgart brachte ihm die handwerklichen Kenntnisse nahe. Die künstlerische Ausbildung erhielt er an der Hochschule der Bildenden Künste in Berlin.
Nach der Kriegszeit und der Kriegsgefangenschaft begann er eine „Brotexistenz“ in der Schaufensterwerbung. Seine künstlerische Weiterentwicklung war stark von der in der Nazizeit „verpaßten“ Moderne geprägt. In Malerei und Plastik setzte er bald mit seiner eigenwilligen Handschrift neue Akzente, die ihn zum Kreis der Avantgarde zählen läßt. Viele plastische Zeugnisse finden sich in der Region als Glasfenster, in Denkmälern und Fassadenreliefs.
Besonders in der Zeichnung fand er ein stetes Korrektiv zur Prüfung seiner Schaffenskraft. Die italienische Architektur und Landschaft gaben ihm viele Impulse zu spontanen, großformatigen Zeichnungen mit Faserstiften. Unumkehrbar und ohne Korrekturen entstand in vielen Blöcken eine beeindruckende Zahl stilvoll vollendeter Zeichnungen.
Die Paralellität von „Gewerbe“ und künstlerischem Schaffen konnte er durch seinen frühen Tod nicht mehr zugunsten seines Verständnisses moderner Kunst entscheiden.
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